In der Konzeption der THEPRA Kindertagestätte „Rasselbande“ findet sich unter anderem die Zielstellung einer ökologisch nachhaltigen Bildung. Was theoretisch schon sehr gut anmutet, soll natürlich, ganz nach den Leitlinien des Landesverbandes, von der THEorie auch in die PRAxis umgesetzt werden.

 

Nichts einfacher als das, sagte sich Elisabeth Stadler von der Agrargenossenschaft Großengottern und lud die Kinder der Einrichtung am 10.05.2016 zum Kartoffeln legen ein. Riesig war die Vorfreude der „Wiesenstrolche“ und der „Waldriesen“ sich an dieser Aktion zu beteiligen, denn im vergangenen Jahr erlebten die Kinder und Mitarbeiter bereits die gemeinsame Kartoffelernte. In diesem Jahr wird nun der Grundstein für das Verstehen natürlicher Landwirtschaftszusammenhänge, eventuelle Wetterabhängigkeiten und auch Pflege und Aufwand einer Kartoffelpflanze hautnah erlebbar gemacht.

 

Von Onkel Kalle nach Großengottern gefahren, erwartete die „arbeitswütige Bande“ ein perfekt vorbereitetes Feld. Gezogene Furchen, zahlreiche Kartoffeln und kleine Holzpflöcke machten es den quirligen Kindern einfach, gleich mit der Arbeit zu beginnen. Zuerst konnte sich jedes Kind einen Partner wählen, mit dem es gemeinsam die Verantwortung für seine Reihe für die kommenden Monate übernehmen möchte.

 

Die Namen wurden dann auf die Holzstöcke geschrieben und vor die Reihe gesteckt und dann konnte es schon los gehen. Mit kleinen Eimern bestückt ging es zu Andreas Reinz und Dieter Hirt und es wurden die Kartoffeln abgeholt und dann in regelmäßigen Abständen in die vorbereiteten Rillen gelegt. Was für ein Spaß! Sehr konzentriert und in guter Zusammenarbeit versuchten alle ihre Aufgabe zu bewältigen und schnell waren die Reihen gefüllt. Alle waren ganz erstaunt über das Tempo und die Begeisterung der Kinder und Elisabeth Stadler mutmaßte, dass man die Reihen das nächste Mal bis ganz an das Feldende ziehen könnte.

 

Nach getaner Arbeit gab es natürlich erst mal eine Pause auf den Decken und alle Kinder ließen sich das von den Eltern liebevoll eingepackte Picknick schmecken. Im Anschluss machten sich alle daran,  ihre Kartoffeln unter der Erde zu verstecken und die Reihen zu schließen und wurden hier natürlich wieder beim Anhäufeln von Andreas, Dieter und Onkel Bernd unterstützt.

 

Nun war der Grundstein für eine erfolgreiche Ernte gelegt und jeder überlegte schon, welche Reihe wohl die größten, meisten und leckersten Kartoffeln  hervor bringen wird. Doch bis dahin liegt noch eine Menge Arbeit vor den kleinen Landwirten, der sie sich mit dem Team der „Rasselbande“ Seebach gern stellen.

 

Unkraut jäten, regelmäßiges Anhäufeln oder gießen und ab und an mal nach dem Rechten sehen und dabei das Wachsen und Gedeihen der Kartoffelpflanzen zu erleben , wird sensibilisierend für die Heranwachsenden sein und so helfen ihre Einstellung zur Natur und deren Schutz positiv zu prägen .

 

Das konkret ist das Ziel der Zusammenarbeit zwischen der Agrargenossenschaft und der Kindertagesstätte. Deshalb war es den Kindern und Mitarbeitern auch abschließend ein Bedürfnis sich bei Elisabeth mit einem Lied und dem mitgebrachten Foto der vergangenen Kartoffelernte ganz herzlich zu bedanken. Alle freuen sich nun auf die ereignisreiche Zeit und vielleicht nehmen sich die Kinder ja den Wunsch zu Herzen, sich zum Kindertag von den Eltern am besten eine Hacke zu wünschen, um auf die künftigen Aufgaben perfekt vorbereitet zu sein… aber auf jeden Fall werden wir hier sicher vom Ergebnis berichten können.

 

Bis dahin einen schönen Frühling wünschen die Kinder und Mitarbeiter der THEPRA „Rasselbande“ Seebach

 

Text & Bilder: Kita Rasselbande (Seebach)